Pressemitteilung vom 10.05.2017

Neues Freinacht-Niveau in Pullach: wenig Spaß, viel Zerstörung

Zwei junge Pullacherinnen räumen auf

Das Positive vorneweg: die jungen Pullacherinnen Amadea (12 Jahre) und Anthea (11 Jahre) haben tatkräftig und aus eigener Initiative den Spielplatz auf den Seitnerfeldern zweieinhalb Stunden von Klopapier, Rasierschaum und Seifenlauge nach der Freinacht befreit. Dafür haben sich die beiden Sechstklässlerinnen des Otfried-Preußler-Gymnasiums sogar den Wecker auf 7.15 Uhr gestellt, denn sie hatten schon am späten Abend gesehen, dass vier oder fünf Mädchen auf dem Spielplatz zugange waren. Normalerweise wären sie an einem schulfreien Tag wohl erst so gegen 10 Uhr aus den Federn gekrochen. „Uns war schnell klar, dass wir da aufräumen wollen. Wir fanden das richtig unverschämt, auch weil die Spielgeräte ja ganz neu sind.“ Dass die Rutsche mit Seifenlauge besonders glatt und rutschig präpariert wurde, lässt erahnen, dass die Jugendlichen die Auswirkungen ihrer Späße nicht erkennen. Amadea und Anthea jedenfalls hatten auch ihren Spaß – beim Saubermachen. Und die Gemeinde Pullach bedankt sich ganz herzlich bei den beiden für ihr Engagement.

 

Schlimmere Auswirkungen haben Streiche, die in den Verkehr eingreifen: ein herausgerissenes „Vorfahrt gewähren“-Schild beispielsweise oder Mülltonnen, die an dunklen Stellen auf die Straßen gestellt werden. Laut Sylvia Schwaab, Bauhofleiterin in Pullach, hat die Freinacht dieses Jahr ein neues, erschreckendes Niveau erreicht. Leider, denn mit Tradition und Maischerzen haben die kaputten Verkehrsschilder und ein zerstörtes Hundeklo nicht mehr viel zu tun. Allein an Sachschaden kann die Bauhofleiterin um die 900 Euro auflisten, von den vielen Arbeitsstunden der Bauhofmitarbeiter und Feuerwehreinsatzkräften einmal ganz abgesehen. Eine Stange für ein Verkehrsschild kostet um die 120 Euro, ein Zeichen ohne Stange genauso viel. Und eine Hundetoilette mit allem Drum und Dran um die 500 Euro. Sylvia Schwaab vermisst traditionelle Maischerze „Warum nicht ein Gartentürl aushängen und am Maibaum ablegen? Ohne es kaputt zu machen, versteht sich. Aber kein einziges lag dieses Jahr am Baum“.

 

 

Dass das Ortsschild von St. Heinrich am Starnberger See, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, in der Münchener Straße anstelle des Pullacher Ortsschildes installiert wurde, ist witzig. Darüber konnte auch Sylvia Schwaab lachen und meinte: „Jetzt müssen sich nur noch alle Bauhofleiter der Gemeinden mit verschwundenen Ortsschildern treffen und die falschen Schilder mitnehmen.“ Denn das Pullacher Ortsschild hängt leider nicht in St. Heinrich.

Text: Gemeinde Pullach/schü

 

 


Termine

29.06.2017:

16:30-17:30 Uhr, Kirchplatz Pullach

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Aktuelles: 

Zur Homepage der Gemeinde Pullach:
Je suis Charlie - Brief an den Bürgermeister Pauillac

 

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