Pressemitteilung vom 25.10.2017

Bürgerversammlung 2017: Rückblick und Ausblick

Ortsentwicklung, Wohnungsbau und Finanzen

Liebe Pullacherinnen und Pullacher,

 

es hat mich gefreut, dass ich viele von Ihnen auch dieses Jahr als Gäste bei der Bürgerversammlung begrüßen konnte. Dies zeigt mir, dass großes Interesse daran besteht, was in unserer Gemeinde geschieht und vorangebracht wird. Auch für den Info-Markt im Foyer des Bürgerhauses, bei dem sich die sozial engagierten Akteure präsentierten und das Rathaus viele Informationen für Sie aufbereitet hatte, gab es große Aufmerksamkeit.

Das vergangene Jahr war geprägt von vielen Projekten, die abgeschlossen und neu initiiert werden konnten, von Zwischenschritten für längerfristige Vorhaben, von der Ortsentwicklungsplanung mit den Diskussionen um die Zukunft der Schulen und unseren Erfolgen bei der Kinderbetreuung. Meine Präsentation können Sie gerne abrufen unter: www.pullach.de

Folgende Themen möchte ich hier beleuchten:

Finanzlage: Der Gesamthaushalt 2017 überschreitet mit 100.330.500 Euro erstmals den dreistelligen Millionenbereich. Der Rücklagenstand betrug zum Ende des vorigen Jahres 44 Millionen Euro, die Kämmerei prognostiziert die Höhe der Rücklagen zum Jahresende 2017 auf ca. 50 Millionen Euro.

Freizeitbad: Nach vielen Diskussionen ist folgende aktuelle Entscheidung getroffen worden: Das neue Schwimmbad wird auf der so genannten „Kuhwiese“ errichtet. Auf Info-Veranstaltungen und in Workshops wurden fünf Varianten für die Ausstattung des Bades und drei Standorte, auch im Rahmen einer Bürgerbeteiligung, diskutiert. Die Erkenntnisse dieser Veranstaltungen flossen in die Beratungen des Gemeinderates ein und boten die Grundlage für die Entscheidung des Gremiums vom 25. Juli 2017, ein neues Schwimmbad zu bauen – und zwar auf der „Kuhwiese“. Wichtig für alle Wasserfreunde: Das alte Freizeitbad wird bis zur Eröffnung des neuen Bades in Betrieb bleiben. Die Planungs- und Bauzeit wird ca. sechs bis sieben Jahre betragen. Etwas Geduld müssen wir also haben.

Berichten konnte ich zum Stand des Um- und Erweiterungsbaus des Friedhofsgebäudes samt Werkhof sowie der Kosten, die sich auf 5,49 Millionen Euro belaufen. Nachträglich aufgenommen wurden u.a. Urnennischen in der Schaugangwand und in zwei freistehenden Wänden. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Sommer 2018 beendet werden.

Die beiden Wohnungsbauprojekte waren natürlich auch Thema meines Berichts. Nachdem der Gemeinderat einen Bürgerentscheid zu den geplanten 22 Wohnungen an der Heilmannstraße 53/55 nicht zugelassen hat, erhielt dieses Projekt besondere Aktualität.

Der stellvertretende Landrat Jörg Scholler informierte über Neuigkeiten und Vorhaben aus dem Landkreis. Diese betrafen insbesondere die Realschulen und die Gymnasien. Der Landkreis wird künftig 70 Prozent statt 30 Prozent der förderfähigen Kosten für Sanierungen und Neubauten der Schulen übernehmen. Kosten früherer Baumaßnahmen werden den Gemeinden erstattet. Künftige Investitionen in die diversen Schulbauprojekte müssen allerdings über die Kreisumlage, die von allen 29 Landkreisgemeinden zu tragen ist, finanziert werden. Somit kann die Gemeinde Pullach jetzt mit einer Rückerstattung rechnen, aber auch mit einer zukünftigen Mehrbelastung bei der Kreisumlage.

Der Leiter der Polizeiinspektion Grünwald, Andreas Aigner, gab in gewohnt erfrischender Weise Einblick in die Kriminalitätsentwicklung und in Strategien, Straftaten zu vermeiden: Pullach steht im Vergleich zum Landkreis und der Landeshauptstadt sehr gut da. Eine auffällige Entwicklung war allerdings zu verzeichnen, denn in den vergangenen Wochen gaben sich in über 100 Fällen Betrüger am Telefon als Polizisten aus, um arglosen, vor allem älteren Bürgern ihre Wertsachen abzuluchsen. Erfreulich war, dass kein Fall zur Vollendung gekommen ist. Am Montag, 27. November von 15 bis 16.30 Uhr wird es hierzu eine Veranstaltung der Polizeiinspektion Grünwald im Bürgerhaus Pullach geben. Sie sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Insgesamt bewegt sich die Kriminalität auf einem erfreulich niedrigen Niveau.

Nach den Vorträgen waren Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger an der Reihe mit ihren Fragen und Anregungen. Ein Thema waren die benzinbetriebenen und damit Lärm verursachenden Laubbläser. Obwohl die Gemeinde auch aus Gründen des Arbeitsschutzes auf Elektro-Laubbläser umstellen möchte, sind diese Geräte noch nicht für den Dauerbetrieb eines Bauhofes geeignet – noch nicht, wie der Leiter der Abteilung Bautechnik Peter Kotzur betonte. Erneut wurde der Wunsch formuliert, die Trainingsbedingungen für die vielen Kinder und Jugendlichen, die bei uns Fußball spielen, zu verbessern. Peter Koppermann vom SV Pullach würde den Sportplatz gerne auf dem Warnberger Feld unterbringen. Nachgefragt wurde, was nun aus dem Postcafé wird. Hier konnte ich leider keine Neuigkeiten berichten. Mehrere Wortmeldungen bezogen sich auf die notwendige Erneuerung der Fußgänger- und Radlwege zum Isartal, die teilweise nicht mehr genutzt werden können. Auch mir sind diese Wegeverbindungen wichtig, die ja schon lange auf unserer Agenda stehen. Wegen der komplizierten geologischen Bedingungen am Isarhang und des überhitzten Baumarktes konnten die Baumaßnahmen aber leider noch nicht umgesetzt werden. Wir werden Sie aber weiterhin informieren.

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Susanna Tausendfreund

Erste Bürgermeisterin

 


Termine

:

...weitere Termine    

 

Aktuelles: 

Zur Homepage der Gemeinde Pullach:
Je suis Charlie - Brief an den Bürgermeister Pauillac

 

Das Klimasparbuch des Landkreis München:
Klimasparbuch 2015 Landkreis München