Pressemitteilung vom 22.11.2017

Zahlen Daten Fakten zum Wohnbauprojekt Heilmannstraße 53/55

 

 

 Wie bereits berichtet, hat die Regierung von Oberbayern eine Förderung des Wohnbauprojekts Heilmannstraße 53/55 in Höhe von 3.347.000 Euro bewilligt. 

Auf dem knapp 1.700 Quadratmeter großen Grundstück sollen 22 Wohnungen mit zusammen 1.342 Quadratmeter Wohnfläche und 24 Tiefgaragenstellplätzen entstehen. Es sind jeweils zwei Vier- und Fünfzimmerwohnungen, acht Zweizimmerwohnungen und zehn Appartements geplant. Für diese Wohnungsgrößen besteht im Hinblick auf die im Rathaus geführte Warteliste am meisten Bedarf. Im Mietwohnungsbestand der Gemeinde und der Wohnungsbaugesellschaften Pullach und München-Land, bei der die Gemeinde Belegungsrechte hat, sind vor allem Zwei- und Dreizimmerwohnungen vorhanden. Es gibt zwar auch größere Wohnungen und Appartements, diese sind aber eher „Mangelware“. Deshalb wurde bei dem neuen Projekt der Schwerpunkt auf den Bedarf an kleinen und großen Wohnungen ausgerichtet. 

Die Förderung sieht vor, dass die Wohnungen an Menschen mit geringem Einkommen und auch an Flüchtlinge vergeben werden, die in Deutschland bleiben dürfen. Das Förderprogramm sieht keine Einkommensgrenzen wie beim klassischen sozialen Wohnungsbau vor, so dass die Gemeinde einen größeren Spielraum bei der Vergabe der Wohnungen haben wird. Dies ist auch nötig, denn im Großraum München mit den hohen Mieten und Lebenshaltungskosten gehören diejenigen, die eigentlich ein normales Einkommen haben, zu den Geringverdienern. Mit den Vergabekriterien wird sich der Gemeinderat noch beschäftigen. 

 

Mit dem Förderbescheid wurde nicht nur bestätigt, dass die Konzeption, die Wohnungsgrößen und die Ausstattung des Wohngebäudes dem Förderprogramm der Staatsregierung entsprechen, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts attestiert. Es wurde eine Eigenkapitalrendite in Höhe von rund zwei Prozent errechnet. Folgende Gesamtkosten des Projekts (jeweils Bruttobeträge) wurden auf Basis der vom Gemeinderat genehmigten Kostenberechnung in die Förderung einbezogen: 

 

 Grundstück, Erwerb samt Nebenkosten 

3.036.100 € 

Herrichten/Erschließung 

136.700 € 

Bauwerk - Baukonstruktion 

4.253.300 € 

Bauwerk - technische Anlagen 

1.242.900 € 

Außenanlagen 

334.600 € 

Ausstattung 

59.500 € 

Nebenkosten 

2.093.400 € 

Gesamtkosten 

11.156.500 € 

 

 Aus den Bauwerkskosten (Baukonstruktion und technische Anlagen) ergibt sich ein Betrag von brutto 4.096 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Höhe der Mieten wurde noch nicht festgelegt. 

Der Eigenanteil der Gemeinde an den Projektkosten (Gesamtkosten abzüglich staatliche Förderung) beträgt 7.809.500 Euro. Der Grundstückserwerb wurde bereits Anfang 2016 abgewickelt. Bezahlt wurde ein Quadratmeterpreis, der sich am zu diesem Zeitpunkt gültigen Bodenrichtwert bezogen auf eine Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,5 orientiert hat. Hinzu kamen Notar- und Maklerkosten sowie die Grunderwerbssteuer. Noch aufzubringen ist nun noch die Differenz vom Eigenanteil und den Grunderwerbskosten 

von 3.036.100 Euro, also 4.773.400 Euro, wovon bereits 1.100.000 Euro an den Generalübernehmer, die Servicegesellschaft der Baugesellschaft München-Land, ausbezahlt wurde. 

Derzeit laufen die Fachplanungen und es werden die Ausschreibungsunterlagen für die einzelnen Gewerke vorbereitet. Parallel dazu wird die Ausschreibung für die Vergabe der Arbeiten für den Abriss des bestehenden Gebäudes und die Freimachung des Grundstücks erstellt. Diese Arbeiten müssen bis Ende Februar 2018 durchgeführt sein, wenn der bisherige Zeitplan eingehalten werden soll. 

Wie bereits in der Presse zu lesen, haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens („Erhalt des Grundstücks an der Heilmannstraße 53/55 als Vorratsfläche“) gegen die Entscheidung des Gemeinderates, das Begehren nicht zuzulassen, vor dem Verwaltungsgericht einen Antrag auf einstweiligen Rechtschutz gestellt. 

Sofern das Verwaltungsgericht im einstweiligen Verfahren zeitnah entscheidet und dabei zur Auffassung kommen sollte, dass der von der Gruppierung WiP beantragte Bürgerentscheid zu diesem Projekt durchgeführt werden muss, könnte dieser mit einem Vorlauf von ca. acht Wochen noch vor dem Versand der Ausschreibungsunterlagen erfolgen. 

Susanna Tausendfreund 

 

Erste Bürgermeisterin 

 


Termine

14.12.2017:

16:30-17:30 Uhr, Rathaus Pullach

...weitere Termine    

 

Aktuelles: 

Zur Homepage der Gemeinde Pullach:
Je suis Charlie - Brief an den Bürgermeister Pauillac

 

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