Pressemitteilung vom 31.01.2018

Wohnbau Heilmannstraße 53/55: Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Regierung von Oberbayern

Für die Bebauung des Grundstücks Heilmannstraße 53/55 mit Wohnungen hat die Regierung von Oberbayern der Gemeinde Pullach einen Zuschuss von 3,347 Millionen Euro bewilligt. Der Förderbescheid ging im Oktober 2017 ein. Zwischenzeitlich hat der Gemeinderat die Durchführung eines Ratsbegehrens und eines Bürgerbegehrens zum geplanten Wohnungsbau an der Heilmannstraße beschlossen. Am Sonntag, 25. Februar, werden alle abstimmungsberechtigten Pullacherinnen und Pullacher entscheiden, wie es auf dem gemeindeeigenen Grundstück weitergeht: ob dort ein Wohnhaus mit 22 Wohnungen errichtet wird oder ob das Grundstück vorerst als Vorratsfläche dienen soll.

Die Entscheidung hängt nicht zuletzt von der Höhe der zu erwartenden Miete ab. Diese muss so gewählt sein, dass sie für die Bürger, die sich auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt nicht selbst mit Wohnraum versorgen können, bezahlbar bleibt – gleichzeitig aber für die Gemeinde die Wirtschaftlichkeit des Projekts sicherstellt. Über die Vergabekriterien und die endgültige Mietpreishöhe entscheidet der Gemeinderat.

Dem Förderbescheid vom Oktober hatte die Regierung von Oberbayern bereits die Berechnung einer Durchschnittsmiete von 10 Euro/qm beigelegt. Bei 1.342 qm Mietwohnraum zu 10 Euro/qm plus 22 Garagen und Stellplätzen zu monatlich 50 Euro belaufen sich die Gesamterträge für die Gemeinde auf 174.209 Euro pro Jahr. Davon abzuziehen sind die Bewirtschaftungskosten, die die Regierung von Oberbayern mit 20.126 Euro ansetzt. Insgesamt ergibt sich so ein jährlicher Mehrertrag von 154.083 Euro.
Der Finanzierungsaufwand für die Gemeinde liegt bei 7,81 Millionen Euro, wobei die 3,04 Millionen Euro für das Grundstück bereits bezahlt wurden. Die Grundstückskosten sowie die verbliebenen 4,77 Millionen Euro Eigenleistung werden über die Mieteinnahmen refinanziert. Würde die Gemeinde 10 Euro/qm ansetzen, ergäbe sich daraus bereits eine Eigenkapitalrendite von 1,97 Prozent, heißt es in der Wirtschaftlichkeitsberechnung der Regierung von Oberbayern.

Würde die Gemeinde Pullach die Miete individuell pro Wohnung nach den Richtlinien des Landkreises München für die Mietobergrenzen für Empfänger von Hartz IV und Sozialhilfe festsetzen, ergäbe sich eine Durchschnittsmiete von 13,27 Euro/qm. Für diese Miethöhe hat die Regierung von Oberbayern ebenfalls eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt. Darin steigen die Erträge für die Gemeinde abzüglich der Bewirtschaftungskosten auf 206.733 Euro pro Jahr und die Eigenkapitalrendite auf 2,65 Prozent.

Eine Zwischenstufe stellt der Mietpreis von 12 Euro/qm dar, wofür es ebenfalls eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Regierung von Oberbayern gibt. Hier belaufen sich die jährlichen Erträge abzüglich Bewirtschaftungskosten auf 186.284 Euro. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 2,39 Prozent.

Alle drei Berechnungen der Regierung von Oberbayern zur Mietpreishöhe sind auf der Webseite der Gemeinde einsehbar. Informieren Sie sich auf www.pullach.de!

Text: Gemeinde Pullach

 


Termine

28.06.2018:

16:30-17:30h, Rathaus Pullach

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